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Mit dem Bus nach München: zwei Wege, Fahrzeiten und was die Stadt bietet
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Mit dem Bus nach München: zwei Wege, Fahrzeiten und was die Stadt bietet

Nach München führen aus Moldau und Transnistrien zwei völlig verschiedene Wege — über Tschechien und über Wien. Woher es wie lange dauert, warum es aus Chișinău schneller geht als aus Bălți, und was in der Stadt wartet.

2~4 Min.

München ist nach Berlin die größte deutsche Stadt in unserem Netz — und die einzige, zu der aus dem moldauischen Korridor zwei völlig verschiedene Wege führen. Der Unterschied liegt nicht bei ein paar Stunden, sondern bei den Ländern, durch die Sie fahren.

München ist der südliche Knotenpunkt unserer deutschen Linien

Zwei Wege nach München

Der nördliche, über Tschechien

So fährt ComfortLine. Der Bus startet in Tiraspol und Bender, fährt über Bălți nach Costești — das ist die EU-Außengrenze —, weiter durch Nordrumänien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien. Ab Pilsen geht es nach Deutschland, mit Halt in Pleystein, dann Regensburg und München. Ab Tiraspol sind das 37,8 Stunden und 2182 Kilometer.

Der südliche, über Wien

So fährt Transport Persoane, und das ist eine ganz andere Strecke. Sie beginnt in Chișinău, führt westwärts über Hîncești und überquert die EU-Grenze in Leușeni statt in Costești. Danach Iași, Suceava, Maramureș, Satu Mare, Ungarn, Budapest, Bratislava, Wien, Linz — und München. Ab Chișinău sind das 30,5 Stunden.

Aus Chișinău schneller als aus Bălți

Das verwirrt, wenn man auf die Karte schaut: Bălți liegt weiter nördlich und damit scheinbar näher an Europa — trotzdem dauert es von dort 33 Stunden und aus Chișinău nur 30,5. Der Grund ist einfach: es sind verschiedene Linien. Bălți liegt auf der Nordroute über Tschechien, Chișinău auf der Südroute über Wien, und die ist kürzer.

Die Fahrzeiten im Überblick:

Praktisch heißt das: wer in Chișinău oder Iași zusteigt, sollte die Südroute nehmen. Aus Transnistrien gibt es nur die Nordroute — dieselbe, die weiter nach Stuttgart und Hannover fährt.

Wie viele Grenzen

Auf beiden Wegen sind es zwei Kontrollen. Auf der Nordroute der transnistrische Posten und Costești, auf der Südroute Leușeni — und wer in Chișinău einsteigt, hat den transnistrischen Posten gar nicht. Alles Weitere — Rumänien, Ungarn, Slowakei, Österreich, Tschechien, Deutschland — ist Schengen und wird ohne Halt durchfahren; Rumänien gehört seit dem 1. Januar 2025 auch mit seinen Landgrenzen dazu.

Wie unsere deutschen Linien insgesamt aufgebaut sind, steht in einem eigenen Beitrag: Mit dem Bus von Transnistrien nach Deutschland.

Was man in München sehen sollte

Die Stadt ist kompakt: fast alles Sehenswerte liegt in einem Umkreis, den man an einem Tag zu Fuß schafft.

Die Mitte

Der Marienplatz ist der Ausgangspunkt. Darüber das Neue Rathaus mit dem Glockenspiel, dessen Figuren eine Hochzeit aus dem 16. Jahrhundert nachspielen. Gleich daneben der Viktualienmarkt — seit zweihundert Jahren ein echter Markt, auf den man wegen Käse und Wurst geht und nicht nur wegen der Fotos.

Englischer Garten

Ein Park mitten in der Stadt, größer als der Central Park in New York. Die bekannteste Stelle ist die Eisbachwelle, auf der das ganze Jahr über gesurft wird, auch im Winter. Zuschauen kostet nichts und macht überraschend lange Spaß.

Schlösser und Museen

Nymphenburg — die Sommerresidenz der bayerischen Könige mit weitläufigem Park im Westen der Stadt. Das Deutsche Museum gehört zu den größten Technikmuseen der Welt; wer es in Ruhe ansehen will, braucht einen ganzen Tag. Die Residenz im Zentrum war der Stadtpalast der Wittelsbacher.

Theresienwiese

Elf Monate im Jahr eine leere Fläche nahe dem Zentrum, Ende September bis Anfang Oktober das Oktoberfest. Wer in dieser Zeit kommt, sucht die Unterkunft besser sehr früh — die Preise in der Stadt vervielfachen sich.

Ausflüge ab München

  • Neuschwanstein — das Schloss Ludwigs II., rund zwei Stunden entfernt.
  • Salzburg — Österreich beginnt gleich nebenan, bis zur Mozartstadt sind es keine zwei Stunden.
  • Regensburg — mittelalterliche Altstadt unter UNESCO-Schutz, anderthalb Stunden nördlich. Unsere Nordroute hält dort, man kann also mit Zwischenstopp anreisen.

Was Sie unterwegs beachten sollten

Dreißig Stunden und mehr bedeuten ein bis zwei Nächte im Bus. Nehmen Sie alles Nötige mit in den Innenraum: der Gepäckraum wird nicht an jedem Halt geöffnet. Die Fahrzeit in der Fahrtkarte ist ohne Grenzwartezeiten gerechnet — an der EU-Einreise kann der Aufenthalt lang werden, und niemand plant das im Fahrplan ein.

Öffnen Sie die Seite Ihrer Verbindung und geben Sie ein Datum ein — Sie sehen, ob an diesem Tag ein Bus fährt und welche Plätze frei sind. An den Zwischenhalten in der Fahrtkarte erkennen Sie sofort, ob es die Nord- oder die Südroute ist.